Was ist VT/ CIW?

Verfahrenstechnik

Verfahrenstechnik ist die Ingenieurwissenschaft der Stoffumwandlung.
Sie beschäftigt sich mit der Entwicklung, Realisierung und dem Betrieb von Prozessen, in denen Stoffe nach Art, Eigenschaft und Zusammensetzung verändert werden.
Hierzu teilt man einzelne Prozesse in nicht weiter trennbare Grundoperationen chemisch-physikalischer oder biologischer Vorgänge (unit operations) und kann durch Kombination der Grundoperationen eine Vielzahl an unterschiedlichsten Prozessen beschreiben.

Aufbau des Studiums

Im Grundstudium (1. – 4. Semester) stehen hauptsächlich mathematische, naturwissenschaftliche und allgemeine ingenieurwissenschaftliche Grundlagen im Mittelpunkt (Höhere Mathematik, Technische Mechanik, Konstruktionslehre, Thermodynamik, Informatik usw.). Die Grundlagen der Verfahrenstechnik vermitteln erste fachspezifische Denk- und Arbeitsweisen und dienen auch als Entscheidungsgrundlage für die Vertiefungsrichtung im Hauptstudium. Hinzu kommt ein Wahlpflichtmodul für das Studium generale und der Fremdsprachenausbildung. Zu absolvieren ist zudem ein sechswöchiges Grundpraktikum. Mit erfolgreichem Abschluss des Grundstudiums wird das Vordiplom erworben.
Im Hauptstudium (5. – 10. Semester) dominieren die ingenieurwissenschaftlichen Fächer. Aufgrund des großen Fächerspektrums erfolgt hier eine Spezialisierung mit der Wahl einer der fünf Studienrichtungen: Verfahrenstechnik, Papiertechnik, Lebensmitteltechnik, Bioverfahrenstechnik, Holz- und Faserwerkstofftechnik. Die ersten beiden Semestern bestehen dabei aus einer Reihe an Pflichtmodulen, während ab dem achten Semester auf wahlobligatorischer Grundlage zwei Vertiefungsmodule frei gewählt werden können. Innerhalb des Hauptstudiums sind noch Technische und Nichttechnische Wahlpflichtfächer zu besuchen sowie ein Großer und Kleiner Beleg anzufertigen. Letzerer wird in der Regel im siebten Semester geschrieben. Dieses dient als Praxissemester der Durchführung des Fachpraktikums von 20 Wochen und somit der ersten größeren eigenständigen wissenschaftlichen Arbeit. Das Hauptstudium schließt mit der Anfertigung der Diplomarbeit ab.

Aufgabenfeld

Aufgrund der branchenübergreifenden Struktur ergeben sich für den studierten Verfahrenstechniker vielfältige Einsatzgebiete. Auch aufgrund der Sensibilisierung auf wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte kann die Verfahrenstechnik ihrer Rolle als Schlüsseltechnologie gerecht werden, und so einen bedeutenden Beitrag leisten, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

 

Chemieingenieurwesen

Das Studium soll die Studierenden in die Lage versetzen, als akademisch gebildete Chemieingenieure/innen auf dem gewählten Fachgebiet und seinen Randgebieten arbeiten zu können. Die Absolventen können sowohl im industriellen und gewerblichen Bereich als auch in verschiedenen Einrichtungen der öffentlichen Hand, in der Forschung sowie in Lehre, Aus- und Weiterbildung tätig werden.
Das Studium vermittelt die für eine spätere berufliche Tätigkeit erforderlichen mathematisch-naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Kenntnisse, Fähigkeiten, Methoden und Fertigkeiten. Daneben sollen die Studierenden auch befähigt werden, ihrer wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Verantwortung gerecht zu werden. Deshalb umfasst das Studium neben den naturwissenschaftlichen und technischen Fächern auch Pflicht- und Wahlpflichtfächer zu Gebieten des Umweltschutzes, der Technikfolgen-Abschätzung, der Ingenieurethik sowie der Betriebswirtschaft.

Das Studium gliedert sich in folgende Abschnitte: erstes bis viertes Semester Grundstudium mit Diplom-Vorprüfung, fünftes bis sechstes Semester Hauptstudium, siebentes Semester Fachpraktikum, achtes bis neuntes Semester Hauptstudium und zehntes Semester Diplom-Arbeit.
Im Grundstudium werden die mathematisch-naturwissenschaftlichen und technischen Grundlagen für ein erfolgreiches Studium vermittelt. Es umfasst Lehrveranstaltungen des Pflichtbereiches (Mathematik, Physik, Chemie, Informatik, Technische Mechanik usw.), die ergänzt werden durch Veranstaltungen des Wahlpflichtbereiches im Rahmen des Studium generale und der Fremdsprachenausbildung. Zum Grundstudium gehört das Grundpraktikum im Umfang von mindestens sechs Wochen.
Das Hauptstudium gliedert sich in zwei Abschnitte, die jeweils zwei Semester umfassen; zwischen diesen Abschnitten liegt das Praktikumssemester.
Im ersten Abschnitt des Hauptstudiums stehen die speziellen ingenieurwissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Grundlagenfächer, die für das Chemie-Ingenieurwesen von Bedeutung sind, im Mittelpunkt (Mechanische, Thermische, Chemische Verfahrenstechnik, Automatisierungstechnik, Technische Bio- und Polymerchemie, Technisch-Chemisches Praktikum usw.). Im zweiten Teil des Hauptstudiums (Vertiefungsstudium) erfolgt die Vertiefung der naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen. Die Vertiefungsschwerpunkte Qualitätskontrolle und Qualitätsmanagement, Biotechnologie/Life science, Produkttechnologien, Prozess- und Energietechnik sowie Modellbildung und Simulation sind vorgesehen. Bestandteil des Hauptstudiums ist das 20wöchige Fachpraktikum, das für das siebente Semester vorgesehen ist. Das Hauptstudium schließt mit der Diplom-Arbeit ab.

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